Yoga auf die Ohren

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Folge 12

Loslassen

In dieser Podcastfolge erzähle ich dir eine kleine Geschichte zum Thema „Loslassen“.

Interessant hierbei ist, dass es sich um das Loslassen sowohl von Gedanken handelt, als auch von dem Loslassen festgesetzter Bräuche und Verhaltensformen. Selbst wenn wir uns für bestimmte Regeln selbst entscheiden haben wir immer wieder die Möglichkeit sie zu hinterfragen – und das ist oft auch empfehlenswert dies zu tun! Warum?

Weil die Zeit nicht stehen bleibt. Was vor einigen Jahren vielleicht noch passend war, ist heute veraltet, nicht mehr zeitgemäß, unpassend.

Genauso kann es mit alltäglichen Situationen sein und hier dürfen wir dann entscheiden: Passt mein reguläres Verhalten auf die jetzige Situation?

Dann darf ich abwägen, was für mich momentan relevanter ist.

In der Geschichte geht es darum, dass ein Mönch, der es sich zum Gebot gemacht hat nichts mit Frauen zu tun zu haben, einer Frau hilft.

Er wägt also ab, was für ihn in diesem Moment wichtiger ist: Sein Gelübde gegenüber Frauen oder sein Gelübde zu helfen.

Er entscheidet sich für die Hilfe und tut dies aus vollem Herzen und mit gutem Gewissen. Danach denkt er nicht mehr darüber nach, er lässt das Geschehene ziehen, er lässt es los.

Der andere Mönch hingegen hadert noch während des gesamten Weges mit der Situation und rügt seinen Bruder für seine Entscheidung. Ihm gelingt es nicht so leicht mit dem Geschehenen abzuschließen oder es anzunehmen. Vielleicht bewegen ihn selbst Gewissensbisse, weil er selbst nicht geholfen hat oder sich anders entschieden hätte? Oder quält ihn gar das schlechte Gewissen, weil er selbst nicht geholfen und alles seinem Bruder überlassen hat?

Wir können nur spekulieren, warum er das Geschehene so intensiv für sich bearbeiten muss.

Was uns die Geschichte in jedem Fall aufzeigen kann ist Folgendes:

Entscheidungen können jederzeit aus sich selbst heraus getroffen werden. Wir können damit im Reinen sein und das Geschehene gut sein lassen, ziehen lassen – loslassen. Oder wir können selbst im Nachhinein noch mit dem Geschehenen hadern und das in Frage stellen, was wir (oder auch andere) getan oder eben nicht getan haben.

Es gibt noch einen weiteren Aspekt, den die Geschichte uns mit dem Thema des Loslassen zeigen kann: Das ist das Loslassen von „alten“ Dingen, die in unserem Leben vielleicht nicht mehr aktuell und hilfreich sind. Auch dies ist mit Entscheidung(en) verbunden und der Annahme der Erkenntnis dessen, was nicht mehr zu uns und unserem Leben passt. Manchmal sind das Dinge oder auch Menschen, Tiere, die Arbeit o.a. , was uns vielleicht eine Zeit lang (hoffentlich gut) begleitet haben, bei denen wir jedoch nach und nach feststellen, dass diese Zeit nun vorbei ist und wir sie ziehen lassen dürfen, um Platz für Neues zu schaffen. Für neue Dinge, neue Erfahrungen, und vor allem damit auch Platz für unsere individuelle Weiterentwicklung auf persönlicher Ebene.

Natürlich muss das alles nicht zwangsläufig so sein. Wie so oft lässt auch diese Thematik so wunderbar viel Spielraum, sodass du selbst für dich schauen kannst, ob etwas durch diese Texte und Themen bei dir angesprochen und angestoßen wird – ob du es zu – lassen kannst – oder lieber doch los – lässt 😉

Aber vielleicht magst du mal etwas näher darüber nachdenken:

Kennst du ähnliche Situationen? Wie ist es bei dir, wenn du merkst, dass bisher „Altbewährtes“, Vertrautes sich irgendwie nicht mehr stimmig anfühlt? Wenn du magst, dann teile hier in den Kommentaren gern deine Gedanken und Erfahrungen mit uns!

Ich wünsche dir bis dahin alles Liebe!

deine Kati

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