Yoga auf die Ohren

Folge 1

„Komm doch erst mal an!“

Heute zu Gast: Melina Carmen Behrendt

Du kennst diese Situation bestimmt. Du bist mal wieder voll im Stress, rennst von A nach B und wieder zurück, erledigst hier dies und da das, dann hast du einen Termin, dann den nächsten und dann endlich! hast du „Feierabend“. Du kommst nach Hause – und dann?

Bist du jemand, der sich von selbst sofort auf die Couch wirft und „erst einmal ankommen“ muss, bevor du zu irgendetwas anderem in der Lage bist?

Oder gehörst du zu denjenigen, die sofort weitermachen, die keine Minute stillsitzen können, selbst nicht beim Haarefärben? Die fast explodieren, wenn andere sie auffordern:

„Jetzt komm doch erst mal an!“

Ich gebe zu: Ich kenne beides. Früher habe ich mich fast angegriffen gefühlt, wenn jemand diesen Satz zu mir sagte, ich dachte bei mir: „Was willst du, ich bin doch schon da, lass uns loslegen!“ Ich habe nicht verstanden, dass mir jemand anderes gezeigt hat, dass jetzt eine Pause für mich sinnvoll ist.

Das spannende ist: Dieser Satz fordert direkt zur Pause auf. Und noch interessanter ist es, wenn erst andere einem sagen „müssen“, das weniger manchmal mehr ist. Dabei ist es doch offensichtlich: Nur so kann neue Energie geschöpft werden für Aufgaben, die nicht so leicht von der Hand gehen.

Durch Yoga habe ich gelernt meine Bedürfnisse wahrzunehmen und zu achten – körperlich und geistig. Auch ich fühlte mich früher so unglaublich getrieben und unruhig – weil ich nicht bei mir war. Ich hatte keine Verbindung zu mir selbst, weder zu meinem Körper, noch zu meinem Geist. Deshalb hatte ich das unbewusste Gefühl ständig unterwegs sein zu „müssen“ – in Wahrheit war es ein Umherirren auf der Suche zu mir selbst. Erst durch Yoga habe ich gelernt, was es bedeutet, mich wirklich wahr zu nehmen – mir zu erlauben eine Pause zu machen und mir zu erlauben mich zu spüren. Hineinzuhorchen in meinen Körper und meinen Kopf, der auch heute noch oftmals viel zu klein für alle meine Ideen und Gedanken scheint. Mit dem Yoga habe ich so etwas Wunderbares für mich entdecken können, dass ich so unglaublich dankbar für jeden einzelnen Moment sein kann, indem ich mir bewusst die Erlaubnis gebe inne zu halten und in mich hineinzuspüren.

Oft verlieren wir im Alltag den Kontakt zu uns selbst. Auch mir passiert das noch. Es geht darum, sich dessen bewusst zu sein und dann die Möglichkeit zu haben (und zu nutzen) aus dem „Chaos“ und der Hektik wieder zurückzufinden – „back to the roots“, zurück zu sich selbst und zu dem, was eigentlich gerade dran ist.

Es gibt immer wieder Momente, in denen es wirklich sehr herausfordernd ist runterzufahren und ganz bewusst „Nein“ zu dem zu sagen, was jetzt noch ansteht, erledigt werden muss usw. Aber ich merke immer wieder, wie gut es mir tut, wenn ich mir regelmäßig Zeit für mich nehme und mich dann auch von nichts stören lasse. Das ist dann meine Zeit.

Gönnst du dir Pausen im Alltag? Oder musst du von anderen aufgefordert werden eine Pause zu machen? Wenn dich dieser Satz auf die Palme bringt – was ist es, dass dich aufregt, wenn dich jemand auffordert eine Pause zu machen?

Über diese und ähnliche Gedanken spreche ich heute mit meinem ersten Gast: Melina Carmen Behrendt ist selbst durch das Hamsterrad des Alltags routiert, bevor sie zu spüren bekommen hat, dass eines nicht fehlen darf: Pausen. Und das Ankommen bei sich selbst. Fällt dieses weg – geht irgendwann gar nichts mehr.

Auf ihren vielen Reisen ist es Melina gelungen zu begreifen, was für das Ankommen im Außen und im Innen für sie bedeutet.

Und am Schluss wartet noch ein ganz besonderes Tool darauf auch von dir entdeckt zu werden…

Mehr über Melina erfährst du hier:

https://www.herzraum.org/%C3%BCber-mich/

Über das „ehrliche Mitteilen“ und das 3 – Ebenen – Modell von Gopal Norbert Klein findest du hier weitere Informationen:

https://www.traumaheilung.net/

Über Kurt Tepperwein findest du hier mehr:

https://kurt-tepperwein-akademie.de/videos

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